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Sommernacht   July 18th, 2010

Sommernacht. Der Schweiß rinnt. Mein Ventilator brummt monoton vor sich hin.
Mein Gehirn ist schon vor Tagen geschmolzen und wabert seitdem als rote Grütze durch meine Gehirnschale auf der suche nach der Form die es einmal hatte.

Meine Gedanken suchen verzweifelt nach halt, ohne Erfolg. Was wollte ich nochmal? Ach ja, etwas zu trinken!
Aber wie komme ich da heran ohne mich bewegen zu müssen? Alleine der Gedanke an Bewegung erzeugt auf meiner Haut einen Schweißausbruch. Ich stelle den Ventilator höher.

Von draußen dringt Gelächter durch die weit geöffneten Fenster herein, es klingt wie eine gute Party.
Ich überlege kurz ob eine Party jetzt nicht schön wäre, aber Sekunden später habe ich schon wieder vergessen woran ich gerade gedacht habe.

Diese verdammte Hitze.

Mein Computer spielt das Hörbuch “Per Anhalter durch die Galaxis” ab, ich lausche gebannt. Das Brummen und Schnarren meines Ventilators bemerke ich schon gar nicht mehr.
Mein Gehör hat sich so daran gewöhnt, es reagiert schon wie ein natürlicher Vuvuzela Filter. Fantastisch was das Gehirn so kann, selbst wenn es nur noch aus roter Grütze besteht.

Meine Augen folgen ununterbrochen der Fortschrittsanzeige von VLC. Fortschrittsanzeigen mochte ich schon immer.
Es gibt nichts entspannenderes als einem Download beim downloaden zuzuschauen und dabei an rein gar nichts zu denken.
Das ist perfektes Zen. wieder bin ich Nirvana einen schritt näher. Mein Gehirn ist leer. Total leer.

In diesem Sinne: Frohes schwitzen.